Themenfeld: Forgiving Roadside

Bestmöglicher Schutz der Verkehrsteilnehmende & Dritte vor schweren Unfällen!

Herausforderungen

Die richtige Ausführung von Gestaltungselementen im Straßenraum ist eine stetige Herausforderung, da sich Rahmenbedingungen und der Stand der Technik laufend weiterentwickeln. Besonders im Seitenraummanagement zeigt sich, wie wichtig ein ausreichender Platzbedarf und ein gut erhaltener Seitenraum für die Sicherheit und Funktionsfähigkeit der Infrastruktur sind.

Gleichzeitig entstehen immer wieder Interessenskonflikte, etwa bei Fragen der Vegetationspflanzung. Unterschiedliche Prioritäten und Vorgaben machen hier eine sorgfältige Abstimmung notwendig.

Auch menschliche Faktoren spielen eine wesentliche Rolle: Unachtsamkeit kann schnell zu gefährlichen Situationen führen. Hinzu kommt der zunehmende Verlass auf Assistenzsysteme. Obwohl diese wertvolle Unterstützung bieten, dürfen sie nicht dazu verleiten, die eigene Aufmerksamkeit oder Verantwortung zu reduzieren.

Zielebene

Um die Sicherheit im Straßenraum nachhaltig zu erhöhen, ist es entscheidend, Absicherungen stets an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Lösungsorientierte Maßnahmen wie flexible Rückhaltesysteme oder gezielt eingesetzte Strauchflächen tragen wesentlich dazu bei, die Folgen eines Abkommens von der Fahrbahn zu minimieren – sowohl für Verkehrsteilnehmer:innen als auch für Dritte wie Streckenmitarbeitende, Baupersonal, Einsatzkräfte oder Personen in Bereichen des ruhenden Verkehrs.

Besonders im Bestand hat höchste Qualität in Planung und Abwicklung oberste Priorität. Gleichzeitig braucht es eine klare Bewusstseinsbildung über die rechtlichen Konsequenzen, die mit der Auswahl und Errichtung von Gestaltungselementen verbunden sind. Jede Entscheidung wirkt sich direkt auf die Sicherheit aus und muss entsprechend verantwortungsvoll getroffen werden.

Bei Neubauten gilt: Keine Kompromisse bei Platzbedarf und Anlageverhältnissen. Nur so können langfristig sichere Strukturen geschaffen werden. Ergänzend dazu spielt die Vermeidung von Folgeunfällen eine zentrale Rolle – moderne Informationssysteme auf der Strecke müssen so eingesetzt werden, dass sie frühzeitig warnen und zusätzliche Gefahren verhindern.

Erwartungen bis 2030

  • Qualitätssicherung und Akzeptanz des Themas Forgiving Road Side: Kommunikation der bestehende Regelwerke und Schulungen
  • an Örtlichkeiten angepasste Straßenrandgestaltung: Auslaufzonen, Strauchgürtel etc.
  • Bewusstseinsbildung im Bezug auf Assistenzsysteme

Maßnahmenschwerpunkte

  • Auslaufzonen, wenn ausreichend Platz gegeben
  • Haptische Markierungen wie z.B. Rumpelstreifen
  • Strauchflächen, -gürtel je nach Örtlichkeit
  • Beleuchtung & Reflektoren an neuralgischen Stellen
  • einheitliche Mitteltrennung
  • Bewusstseinsbildung Assistenzsysteme